Ich heiße Nina und zur Zeit meiner Diagnose im August 2015 war ich 37 Jahre. Ich bin Dipl. Sozialpädagogin (in Elternzeit), verheiratet und habe 2 Kinder, die zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz 2 und 4 Jahre alt waren. Meine Diagnose: ein multizentrisches Mammakarzinom rechts oben außen mit mindestens vier Herden sowie eine Lymphmetastase. Der Tumor ist hormonabhängig. Gleich im ersten Gespräch war klar, dass nicht brusterhaltend operiert werden kann, da der Tumor an unterschiedlichen Stellen der Brust sitzt. Ich bekam eine neoadjuvante Chemo. Zur OP hat sich die erwartete Komplettremission leider nicht bestätigt, so dass ich in einer zweiten OP auch noch 14 Lymphknoten entfernt wurden. Mich hat die Diagnose Brustkrebs gar nicht so umgehauen. Auch das die Brust rekonstruiert werden musste, war nicht so schlimm. Schlimmer war für mich, der Verlust meiner Lymphknoten, da es dadurch zu Einschränkungen kommt. Durch die tolle Unterstützung meiner Familie und Freunde war auch die Chemo aushaltbar. Ich bin von Anfang an ganz offen mit meiner Erkrankung umgegangen, was es mir, und ich denke auch allen anderen, leichter gemacht hat. Und es war für mich wichtig, dass meine Kinder angemessen und kindgerecht mit einbezogen wurden. Und ich muss sagen, sie sind toll damit umgegangen und haben es super gemacht (gemeinsames Haare abrasieren, Umgang mit meiner Glatze, warum ab und zu Mundschutz, der Port, die OP’s, einfach alles). Aber auch mein Sport (ich bin Step Aerobic Trainerin) habe ich während meiner Chemo durchgezogen. Auch wenn ich nicht mehr körperlich so fit war, war es ein gutes Gefühl sich trotz allem zu bewegen und nicht aufzugeben! Jetzt bin ich froh, dass ich meine ‚Sprotten‘ gefunden habe und freue mich, wenn wir auch euch unterstützen, aufmuntern oder begleiten können auf diesem Weg während und nach der Chemo. Denn mit lieben Menschen an der Seite ist alles viel einfacher und erträglicher!!
In diesem Sinne, bis hoffentlich bald! Eure Nina